by Marie-Pascale

Die letzten Hagelschauer sind vorbei und endlich ist es soweit, der Frühling ist da! Die Gartensaison steht bevor. Wir haben schon etliche Pflanzen an einen warmen und sonnigen Ort ausgesät, bevor sie ihren geschützten Platz im Gewächshaus finden.

Selbstversorgung

Wir haben alles ausgesät, was wir gerne essen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Melone und Kürbis. Hinzu kommen Radieschen und Kopfsalat direkt im Gewächshaus. Es dauert einige Monate - Gießen nicht vergessen - und dann freuen wir uns darüber, in den Sommermonaten die leckeren Produkte aus eigenem biologischem Anbau zu ernten und zu verarbeiten. Dazu jede Menge Kräuter, wie Salbei, Rosmarin, Zitronenthymian und Pfefferminze, die die Gerichte der Grillsaison aromatisieren.

Home Farming

Es ist eine Wissenschaft für sich! Es ist wichtig, sich einen Plan zu machen, um die Fruchtfolge einzuhalten. Wir haben uns den Saatenkatalog von Dreschflegel zu Gemüte geführt und uns in Internetforen und Blogs informiert, um zu wissen, welche Pflanze in welches Beet darf, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich und sie dürfen oft nicht an die gleiche Stelle wie im Jahr zuvor gepflanzt werden. Es gilt gewisse Spielregeln einzuhalten, wenn man eine gute Ernte erzielen möchte.

Es gibt viel Theorie über Pflanzenfamilien und ihren Nährstoffbedarf, dass man z. B. mit Pferdeäpfeln den richtigen Dünger aus der Nachbarschaft bekommt, aber es gilt eins, man muss es ausprobieren, was hier bei uns in Nordhessen wächst und was nicht.

Im Grabeland kommen dann die Zwiebeln, Kartoffeln, die grünen Bohnen und die Möhren, sowie Mangold, ja ein poetisches Gemüse, wenn man so will, ein klingendes Wort mit weichen Konsonanten, in dem sich der Mangel, der Mann und das Gold wiederfinden. Mangold in all seinen farbigen Variationen ist sehr beliebt bei uns geworden, nachdem wir diese wunderbaren Pflanzen bei einem Projekt der Agrarwissenschaftler der Uni Kassel in Zusammenarbeit mit dem Gut Frankenhausen auf der dOCUMENTA 2012 entdeckt haben.

Nachhaltigkeit

Der Nutzgarten macht zwar Arbeit, aber wir freuen uns über die gesunde und nachhaltige Ernährung. Viele haben im Lockdown diesen Trend entdeckt und verwirklichen sich mit ihrem grünen Daumen als Hobbygärtner. Einfach ausprobieren und experimentieren!