by Anastasia

In Deutschland ist durch den demographischen Wandel eine Stärkung der Macht bei den älteren Bevölkerungsschichten zu erkennen.

Somit wird die Politik in Deutschland hauptsächlich durch ältere Personengruppen bestimmt und das große Thema, dass die Politik jedes Jahr aufs Neue diskutiert, ist die Rentenpolitik, obwohl es andere wichtige Themen gibt, über die dringend gesprochen werden muss.

Bei der Bundestagswahl 2017 lag das Stimmgewicht der über 60-jährigen bei 36%. Das Stimmgewicht der unter 30-jährigen lag dagegen bei 15,4% (vgl. Quellen). Somit hatten bei der Bundestagswahl 2017 die über 60-jährigen doppelt so viel politisches Gewicht im Vergleich zu den unter 30-jährigen.

Das Problem hierbei ist, dass somit die Politik durch die Wünsche und Probleme der über 60-jährigen stark beeinflusst wird, mit Folgen und Konsequenzen für die Zukunft, mit denen dann die unter 30-jährigen leben müssen.

Um eine andere Schwerpunktsetzung in den Debatten der deutschen Politik zu erlangen, braucht es eine gewisse Reform des Wahlsystems. Wichtig beim Suchen einer Lösung ist, dass sowohl die demokratischen Prinzipien als auch die Wahlgrundsätze nicht außer Acht gelassen werden. In Deutschland gibt es im Rahmen der Wahlgrundsätze den Grundsatz der Gleichheit der Wahl. Dahinter steckt das Prinzip „one man - one vote“. Dies bedeutet, dass jede Stimme grundsätzlich das gleiche Gewicht bekommt.

Dieser Grundsatz ist ein wichtiger Grundsatz in einer Demokratie, jedoch stellt es für die Betroffenen Minderheiten oft einen Nachteil dar. So müssen mit den Konsequenzen, die durch Entscheidungen der aktuellen Politik entstehen - wie zum Beispiel in der aktuellen Krisenzeit Milliarden an Schulden aufzunehmen - später die unter 30-jährigen leben. Sie haben jedoch kaum den Einfluss etwas daran zu ändern, da sie bei Wahlen nur einen geringen Stimmenanteil haben.

Das den Wünschen und Problemen der unter 30-jährigen mehr Gewicht zu kommen muss ist klar, die Frage ist nur wie…