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Café, Kaffee und Caffè

Café ist die französische Übersetzung des Wortes Kaffee, das gekürzt aus dem Wortcabaret de café - Kaffeehaus entstanden ist. Heutzutage wird im deutschsprachigen Raum dasWort Café für eine gemütliche Gaststätte verwendet, die Kaffee und Kuchen anbietet. [1]

Kaffee steht in der deutschen Sprache sowohl für das Getränk als auch für den Kaffeestrauch und dieKaffeebohnen. Das Wort Kaffee wird ebenfalls für nachmittägliche Zwischenmahlzeit oder das erste und zweite Frühstückverwendet. [2]

Caffè hingegen ist die italienische Übersetzung des Wortes Kaffee und eine italienischer Kaffe ist nicht vergleichbar mit einem Kaffee im deutschsprachigen Raum. Wer in Italien einen Kaffee bestellt, darf hier keine große Tasse Kaffee erwarten, sondern bekommt eine dickflüssige Crema in einer kleinen Tasse - einen Espresso.

Kaffeeanbau

Coffea ist der botanische Name für Kaffee und die sensible Kaffeepflanze wird nur in den Ländern rund um den Äquator,auch „Kaffeegürtel” genannt, angebaut. Dieses Gebiet bietet optimale Voraussetzungen für das Gedeihen der Kaffeepflanze.

Kaffeeblüte
Falco, Pixabay
Eine gute Bodenbeschaffenheit, ausreichend Niederschlag und keine extreme Temperaturen sowie Schutz vor Wind und Sonne.

Die acht Wochen alte Setzlinge werden für den Zeitraum von fünf bis sechs Wochen in spezielle Beete gesetzt.Danach werden sie in separate Behälter umgepflanzt und nach einem Zeitraum von ca. acht Monaten können sie dann auf einerPlantage eingepflanzt werden.

Die Kaffeepflanze beginnt nach den ersten Regenzeit zu blühen und ihre weiße Blüte duftet nach Jasmin. Sieist nur eine kurze Zeit befruchtungsfähig, da sie schnell verblüht.

Die Haupterntezeit dauert sechs bis acht Wochen und die Gesamterntezeit erstreckt sich auf zehn bis zwölf Wochen.

Kaffeekirsche
Tristatan, Pixabay

Da die geernteten Kaffeekirschen nicht lange haltbar und auch nicht transportfähig sind, werden sie kurz nach der Ernte weiterverarbeitet, damit sie gut gelagert und später geröstet werden können.

Bei der Weiterverabeitung werden Fruchtfleisch, Fruchtschleim, Fruchthaut und Pergamenthaut entfernt, sodass nur noch die reine Kaffeebohne zurückbleibt. Außerdem wird hierbei auch ein großer Teil des Wassers entnommen. Dieser Prozess wird Aufbereitung genannt und es wird hauptsächlich zwischen zwei Verfahren unterschieden: der trockenen und nassen Aufbereitung.
Die halbtrockene Aufbereitung ist nicht so verbreitet.

Kaffeehandel

Kaffee gehört mit zu den beliebtesten Getränke in Deutschland und auch in der Welt erfreut sich Kaffee großer Beliebtheit. Nach Erdöl ist Kaffee das zweithöchstes Handelsgut der Welt.

Hamburg Containerhafen
Horst Müeller, Pixabay
Kaffee wird als Rohware gehandelt und wird vom Ursprungsland per Containerschiff in das Konsumland transportiert.\t\t Der wichtigste Umschlagsplatz für Europa ist der Hamburger Hafen mit bis zu 700.000 Tonnen Kaffee im Jahr.

In Europa wird der Kaffee weiterverarbeitet und geröstet. Bekannte Marken sind Nespresso von Nestlé, Lavazza oder\t\t Segafredo oder Jacobs, Tchibo oder Melitta.

Beim weltweiten Export von Kaffee war Deutschland 2020 auf dem dritten Platz hinter der Schweiz und mit Brasilien auf dem ersten Platz. Insgesamt belief 2020 sich das Exportvolumen auf 27,5 Milliarden Euro.

Kaffeesteuer

In Europa ist Deutschland eines der wenigen Länder, die Kaffeesteuer erheben.

Es handelt sich, um eine Verbrauchersteuer, die für Kaffee und kaffeehaltige Waren anfällt. Rohkaffee ist nicht kaffeesteuerpflichtig. Die Steuer wird in dem Land erhoben, in dem das Erzeugnis verbraucht wird, nicht dort, wo es hergestellt wird.

In Deutschland beträgt der Steuersatz für ein Kilogramm Röstkaffee 2,19 Euro. Für löslichen Kaffee gilt ein Steuersatz von 4,78 Euro je Kilogramm. Bundesministerium für Finanzen-Kaffeesteuer [3]

Fair Trade

Der Begriff Fairtrade kommt aus dem Englischen und bedeutet fairer Handel. Heutzutage wird der Kaffee weltweit an Londoner oder New Yorker Börse gehandelt und der Markt will ihn so günstig wie möglich ein- und so teuer wie möglich verkaufen

Rund 80% der weltweiten Kaffees wird von 25 Millionen Kleinbauern in den Entwicklungsländer angebaut und geerntet und den Preis, den sie erhalten, ist sehr niedrig für, das was er später kostet. Ihnen fehlen Produktionswerkzeuge und Geld, um sie anzuschaffen zu können.
In großen Plantagen werden die Plücker*innen pro gepflückten Zentner bezahlt (ca. 5 EUR) und auch oft müssen Kinder unter 14 Jahren trotz Verbots mithelfen.

Fair-Trade
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1971 begann in die Deutschland die Entwicklung des fairen Handels mit der „Aktion Dritte Welt Handel” und 1992 wurde Siegelorganisation TRANSFAIR zur Ausweitung des Fairen Handels wird gegründet, die das Fairtrade-Siegel eingeführt hat.

Nachhaltigkeitssiegel

Die Idee, die hinter der Einführung des Fairtrad-Siegels von Transfair steckt, war, dass Verbraucher anhand eines Siegels oder Zeichens auf der Verpackung erkennen kann, ob der Kaffee fair angebaut und gehandelt wird, d.h. er wurde nach definierten Fair-Trade Standards produziert. Auf den Webseiten Fairtrade und Gepa Fair kann man sich über die festgelegten Rahmenbedingungen umfassend informieren.

Zwischenzeitlich sind viele neue Siegel, die für einen fairen Handel andere Produktgruppen stehen, entstanden. Eine ausführliche Übersicht über die verschiedenen Siegel findet man auf Siegelklarheit.de, wo man sich über die Glaubwürdigkeit von Umwelt- und Sozialsiegeln und deren Bewertungen informieren kann. Siegelklarheit.de ist eine Initiative der Bundesregierung.

Kaffeeschnüffler

1780 war Kaffee der in Preußen angekommen und jeder durfte ihn trinken, aber nicht rösten.

Friedrich der Große erkannte den Wert der Kaffeebohnen und verfügte, dass nur noch königliche Röstereien Kaffee rösten durften. Über die Einhaltung des Verbots wachten sogenannte „Kaffeeschnüffler” oder auch „Kaffeeriecher” genannt. Sie wurden von Friedrich des Großen angestellt, um anhand des charakteristischen Kaffeedufts die Menschen zu finden, die trotz Verbot Kaffee rösteten.

Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigskeitspolitik der Bundesregierung [4] wirbt für ein nachhaltiges Einkaufen. Das heißt, Produkte zu kaufen, die von Menschen unter fairen Arbeitsbedingung hergestellt wurden und

nachhaltig einkaufen
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die dafür ein angemessenes Gehalt erhalten haben. Außerdem sollen die Produkte energiesparend, umweltfreundlich und recyclebar sein. Je öfters wir diese Kriterien beim Einkaufen beherzigen, umso eher wird die Wirtschaft ihr Angebot an Produkten ändern und entsprechend anpassen. Das Handeln eines jeden beeinflusst die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft.

Von daher sollten wir nicht nur zur Stärkung des durch Corona Pandemie geschwächten Einzelhandels, - wenn möglich regional, vor Ort einkaufen, sondern auch um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Hochwasser-Naturkatastrophe in NRW und die Folgen haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig est ist, dass wir CO2einsparen müssen.

Bis hoffentlich bald in unserem binGut Cafe!